Der Prozess des Lernens beginnt mit der Geburt und endet er erst mit dem Ableben. Die Fähigkeit des Lernens besitzen Mensch und Tier und ist eine Grundvoraussetzung sich allen Gegebenheiten integrieren zu können und sie, wenn nötig, entsprechend den eigenen Interessen zu verändern. Lernen ist somit auch eine Grundvoraussetzung für Bildung und letztendlich auch Erfolg.
Vom Ursprung her hat das Lernen etwas mit Merkmale hinterlassen zu tun. Es hinterlässt also Merkmale im Gedächtnis des Menschen oder des Tieres, aber auch Merkmale in der Umwelt. Dies kann sowohl passiv, als auch aktiv geschehen, also unbewusst oder ganz bewusst. Verbrennt sich ein Kind beispielsweise versehentlich am heißen Herd, so lernt es, dass dies wehtut und wird in Zukunft diese Berührung meiden. Beim Lernprozess spielen also auch die Erinnerung und das Abrufen, sowie aber auch die Bewertung der Umwelt, die Erfahrungen die gemacht wurden und das Erkennen von Regelmäßigkeiten eine sehr wichtige Rolle.
Wer lernt, kann aber genauso gut auch vergessen, zum Beispiel, wenn die regelmäßige Übung beziehungsweise Anwendung des Gelernten fehlt.
Bei der Erforschung des Lernprozesses schaffte Eric Kandel den Durchbruch und wurde dafür mit dem Medizinnobelpreis ausgezeichnet.
Wie bereits früher, so basiert auch heute noch der Ablauf des Lernens auf bestimmten kontroversen Grundannahmen und betrifft ein breites Spektrum von Prozessen und Methoden.
Man weiß jedoch gewisse Eckpunkte: Lernen geschieht auf der Grundlage von erworbenen Fähigkeiten oder gemachten Erfahrungen unterschiedlichster Art. Oder aber man möchte sich ganz bewusst bestimmtes Wissen aneignen.
Die Art des Gelernten kann dabei motorischer Art sein, also das Lernen von Bewegungsprozessen oder es kann verbaler Art sein das heißt, sprachliche Inhalte werden erworben. Auch das Erlernen gewisser sozialer Normen ist möglich, wie zum Beispiel das Sozialverhalten.
Lernorte und Methoden sind sehr unterschiedlich. Planmäßiges Lernen erfolgt nach gewissen Methoden, die das Lernen unterstützen sollen, wie es zum Beispiel im Bildungswesen der Fall ist. Aber nicht jeder lernt gleich, daher gibt es in Schulen unterschiedliche Lernmethoden.
Soziales, globales oder interkulturelles Lernen sind besondere Lehransätze in Bezug auf die mit ihnen benannten Bildungs,- und Erziehungsziele. Angeleitete Veränderungsprozesse zum Beispiel im betrieblichen Management nennt man organisationales Lernen.
Man unterscheidet auch zwischen einem dazu Lernen und einem Umlernen von gewissen Prozessen.